RickysKaro
Nimm dein Leben in die Hände

Aktuelles

"Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.

 Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben ..."
Hermann Hesse


Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

es ist Mai 2019  und mit voller Absicht zitieren ich Hermann Hesse erst jetzt, dabei hätte es doch zum Jahresanfang viel besser gepasst. Aber der Jahresanfang ist meist so überladen mit guten Vorsätzen, dass es besser ist abzuwarten, bis der Überschwang, der meist nur von kurzer Dauer ist, abgeebbt ist. Viele, die sich jetzt schon wieder mitten im gewohnten Alltag befinden, lassen resigniert die Schultern hängen, im Angesicht der großen Vorhaben, die in den ersten Monaten des Jahres noch so selbstverständlich waren. Heute und jetzt ist die Zeit in der die rote Frau den grünen Mann heiratet. Die Zeit der vielen verschiedenen Grüns und die Zeit der Fruchtbarkeit.

Die Jugend ist die Zeit der Saat, das Alter erntet Früchte,

wer jung nicht was er sollte tat, des Hoffnung wird zunichte.

Das schrieb mir mein Großvater zur Beherzigung in mein Poesiealbum.

Am Jahresanfang 2017 war auch mein Entschluss den Neuanfang zu wagen sehr stark. Es hat ihm aber an Klarheit und Kraft gefehlt. Das Neue hat sich noch nicht richtig zeigen wollen und mein zweiter Sturz an Beltane 2017 zur Gründung der freien wilden Wurzelweiber, hat das Seine dazu getan.

Und nun mit der Kraft des Frühlings 2019 will der Neuanfang gewagt werden.
Es ist wie mit dem Gedicht "STUFEN" von Hermann Hesse. Vor jedem Menschen liegt eine Treppe, an dessen Ende das Ersehnte wartet. Es tut gut, den Blick zu erheben und das Ende der Stufen nicht aus den Augen zu verlieren. Aber nur auf das Ende der Treppe zu starren, ohne die erste Stufe zu betreten, ist wie schwimmen lernen, ohne das Wasser berühren zu wollen.

Oder " Wasch mich aber mach mich nicht nass"!
Und nach der ersten Stufe kommt meist die zweite, und manchmal muss man viele Stufen und Stockwerke gehen um in seinem Dachgeschoss ohne Aufzug anzukommen. An manchen Tagen verfluche ich diese Stockwerke und je größer mein Widerstand gegen die Schwerkraft ist, desto schwerer macht sich die verfluchte Treppe.

Dann wiederum, wenn ich ganz bewusst Stufe um Stufe hinauf schreite, bewusst die Aktivität meiner Muskeln und Gelenke beobachte und den Atem fließen lasse, verfliegt die Zeit bis ins Dachgeschoss im nu. Und wenn ich mir dann sogar vorstelle, was für eine großartige Aussicht mich oben erwartet, vielleicht sogar eine Rundumplattform, mit einer bayrischen Brotzeit oder fränkischen Bratwürsten, und ganz vielen geliebten Personen, dann ist es, als würde mich jemand empor tragen.

Wie gehst Du tagtäglich hinauf in Dein „Dachgeschoss“? Welche Stimmung trägst Du in Dir, während Du all die wichtigen Dinge unternimmst, die Deine Lebenszeit ausfüllen.

Um sich nicht wieder in die Maschinerie der Routine einzugliedern und der alltäglichen Trance zu verfallen, ist es lebenswichtig, den Blick frohen Mutes auf das Ende der Stufen zu richten und gleichzeitig bewusst Stufe um Stufe zu steigen und wenn die Begeisterung vorhanden ist, gerne auch mal 2 oder 3 Stufen auf einmal nehmend, wenn es geht, oder es dein Körper zulässt.

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!    

Hermann Hesse

Um nun dem Winterblues Adieu zu sagen, kann man natürlich in die Sonne des Südens verschwinden.

Ebenso ist es möglich, Deine innere Sonne aufgehen zu lassen. Das ist der weitaus weisere Weg, da die innere Sonne bei einem Ortswechsel nicht verschwindet und dich immer wärmt wenn Du Dich an sie erinnerst, du Tochter der Mondin.

Das Leben hält viele, viele Möglichkeiten für uns parat. Möglichkeiten, die uns eine Chance bieten, etwas Altes loszulassen und in eine neue lebensbejahende positive Energie zu kommen.

So dass alles authentisch, natürlich und geerdet, ohne "Seelenstriptease", "Gruppentherapie" und "Guru-Gehabe" reif werden kann.
 
Nachdem ich viele Stufen alleine gegangen bin, sage ich "Danke" allen, die mich auf einigen Stufen begleitet, manchmal auch ein paar Stufen geschubst und weiter oben auf mich gewartet haben, oder mich auch viel zu hohe Stufen hinauf getragen haben.

Danke aber auch an die Bremser, die Hindernisse aufgestellt haben. Es macht es schwerer, aber es ist nicht unmöglich oben anzukommen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch und mir einen richtig guten Neuanfang in den Erdenfrühling und in meinem Lebensarbeits-Herbst.

Ich wünsche mir, mit oder ohne EUCH, ein richtig gutes stimmiges ganz oben Ankommen auf der obersten Stufe, in meiner eigenen Plattform des Lebens.

"Wenn Du möchtest, dass sich etwas ändert, dann hör auf, immer das Gleiche zu tun."
Sonia Fernandez-Vidal


Ganz liebe lichtvolle Grüße von der Göttin der Morgenröte und der schwarzen Göttin Morrigane Göttin der Vergänglichkeit und des Neubeginns,

aus dem Naturpark Schiefergebirge - obere Saale

Ricky - Savia-Mirakula

Von Oktober 2018 bis Januar 2019 hatte ich als Oberwirtin die Pension zum Oberwirt am Birkenstein in Fischbachau übernommen. Der Birkenstein ist ein Wallfahrtsort in schöner Umgebung und mit sauberer Luft.

Gemeinschaftssuchende können sich hier auf neutralem Boden kennenlernen und sehen, ob sie miteinander können und wollen. Dafür haben Sie zwei Möglichkeiten: Sie können als Gast ganz offiziell ein Zimmer mieten und schauen, wie es Ihnen hier gefällt oder Sie arbeiten für einen befristeten Zeitraum in der Pension mit und so Ihr Zimmer ab.

Am Dreikönigswochenende 2019 planen wir ein erstes Kennenlern-Treffen mit einem Workshop über Gemeinschafts- und Rechtsformen (Lebensgemeinschaft, Wohngemeinschaft, Beginenhof, Clanhäuser, Verein, GmbH, Stiftung, Genossenschaft) sowie Ausflug und Spiele.

Beim Spiel kann man einen Menschen in einer Stunde besser kennenlernen, als im Gespräch in einem Jahr.
Plato